Gesundheit und Reisemedizin für Chile

Impfungen

Impfungen sind bei der Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben. Sehr zu empfehlen sind die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen, außerdem Hepatitis A und bei Langzeitaufethalten Hepatitis B, ggf. auch Tollwut oder Typhus. Wer aus Geldfiebergebieten (wie zum Beispiel dem Amazonas) anreist, muss eine Gelbfieberimpfung vorweisen können. Wichtig: Die Impfung muss min. 10 Tage vor der Abreise vorgenommen werden.

Höhenkrankheit (Puna)

Schon ab 2.600, meist jedoch zwischen 3.500 und 4.000 Höhenmetern kann diese Krankheit auftreten. Erste Symptome sind Kopfschmerzen, Atemnot und Übelkeit. Zur Höhenkrankheit kann es durch einen zu schnellen Aufstieg in größere Höhen kommen.

Daher sollte man darauf achten, den Aufstieg in Ruhe anzugehen, damit sich der Körper gut akklimatisieren kann. Des Weiteren ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (mindestens 3 l am Tag).

Sonnenschutz

Besonders im Süden Patagoniens und im Gebirge ist die Gefahr des Sonnenbrandes besonders hoch. Dies ist auf die dort sehr dünne Ozonschicht zurück zu führen. Leider wird die Kraft der Sonnenstrahlen in diesen Gebieten oft unterschätzt, da es meistens recht kühl ist. Man sollte also unbedingt ein Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 25 mit sich führen und diesen konsequent, auch bei bedecktem Himmel, benutzen.

Durchfallerkrankung

Zur Vermeidung gelegentlich vorkommender Durchfallerkrankungen sollten Sie niemals Leitungswasser trinken, sondern zu in Flaschen abgefülltem Wasser greifen. Zudem sollten Sie auf hygienisches Essen achten (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes, kein ungeschältes Obst).

Mückenschutz

In einigen Regionen sollten Sie besonders auf einen gewissenhaften Schutz vor Mückenstichen achten, um mögliche Krankheiten zu vermeiden. Der beste Schutz gegen Mücken ist die Vermeidung von Stichen durch dichte, lange Kleidung (möglichst hell), Sprays und Moskitonetze oder durch das Aufhalten in vollklimatisierten Räumen. Insektenschutzmittel auf der Basis von DEET und Icaridin haben sich bis jetzt weltweit am Besten bewährt. Wichtig ist es, die Moskitonetze sowie die Kleidung zu imprägnieren, um einen optimalen Schutz gegen Insektenstiche zu erzielen. 

Medizinische Versorgung 

Die privatärztliche Versorgung in den größeren Städten steht dem europäischen Niveau in nichts nach; in ländlichen Gebieten ist die Infrastruktur schwächer. Apotheken (farmacias) sind gut sortiert und oft bis spät geöffnet. Bei einer Behandlung wird der Betrag meist bar verlangt – heben Sie alle Belege für die Erstattung durch Ihre Versicherung gut auf.

Reisekrankenversicherung

Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rückholschutz. Bei Krankheit oder Unfall können sonst erhebliche Kosten entstehen. Achten Sie auf die maximale Reisedauer (viele Policen gelten nur bis 42 Tage bzw. acht Wochen). Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl. 

Reiseapotheke 

Da in allen größeren Städten Medikamente erhältlich sind, genügt eine Grundausstattung: Mittel gegen Durchfall, Schmerzen und zur Wundversorgung sowie Ihre persönlichen Medikamente.