Klima und Reisezeit in Bolivien

Im Grunde genommen kann man Bolivien das ganze Jahr über bereisen. Durch die unterschiedlichen Höhenlagen besitzt das Land mehrere Klimazonen, die stark voneinander abweichen. Wer seine Bolivien-Reise planen möchte, sollte bedenken, dass die tropischen Tieflandregionen heiß und feucht sind, während in den Hochlandgebieten ein gemäßigtes bis kaltes Klima herrscht.

Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als die beste Reisezeit. In dieser Periode gibt es kaum Niederschläge, das Wetter ist meist sonnig und angenehm. Die Temperaturen variieren jedoch stark: Im Tiefland (z. B. Santa Cruz, Beni, Pando) liegen sie zwischen 25 °C und 35 °C, während in den Andenregionen (z. B. La Paz, Sucre, Potosí) tagsüber 15 °C bis 20 °C üblich sind – nachts kann es hier auf unter 0 °C abkühlen. In Städten wie Potosí (4.067 m) oder Uyuni (rund 3.700 m) sind Nachtfrost und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt keine Seltenheit.

Die Regenzeit dauert von November bis April. Besonders zwischen Dezember und März kommt es zu kräftigen Regenfällen, die vor allem in ländlichen Gebieten Straßen unpassierbar machen können. Dafür ist die Landschaft in dieser Zeit besonders grün, und auch dann gibt es viele Sonnenstunden. Wer den Salar de Uyuni als Spiegelfläche erleben möchte, reist am besten in der Regenzeit; für ein Befahren der Salzfläche eignet sich dagegen die Trockenzeit.

Im Amazonasbecken und im Chaco bleibt es das ganze Jahr über heiß und feucht mit Temperaturen zwischen 28 °C und 35 °C. In den höheren Lagen wie La Paz oder Potosí sind die Temperaturen ganzjährig kühl und erreichen tagsüber je nach Jahreszeit 10 °C bis 20 °C.