Gesundheit und Reisemedizin - Paraguay

Die gesundheitlichen Risiken sind in Paraguay überschaubar. Mit den üblichen Impfungen, konsequentem Mückenschutz und etwas Vorsicht bei Wasser und Ernährung reisen Sie in der Regel unbeschwert. Wir empfehlen Ihnen, sich  vor Antritt Ihrer Reise nach Paraguay reisemedizinisch bei Ihrem Hausarzt oder dem Tropeninstitut beraten zu lassen.

Impfungen

Für die direkte Einreise aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Sehr zu empfehlen sind die Standardimpfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Polio und Hepatitis A; je nach Reiseart und -route können Typhus und Hepatitis B sinnvoll sein, bei längeren Aufenthalten in abgelegenen Gebieten auch Tollwut. Eine Gelbfieberimpfung ist nur erforderlich, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Risikogebiet an- oder über ein solches einreisen.

Mückenschutz & mückenübertragene Krankheiten

In Paraguay besteht ein relevantes Risiko für durch Mücken übertragene Krankheiten. Vor allem die tagaktiven Aedes-Mücken übertragen Dengue, das regelmäßig – auch in Städten – auftritt, besonders in der warmen, regenreichen Jahreszeit. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht; seit 2023 ist mit Qdenga ein Impfstoff verfügbar, für den die STIKO jedoch nur eine eingeschränkte Empfehlung ausspricht (v. a. nach durchgemachter Infektion) – lassen Sie sich beraten. Zika und Chikungunya treten nur vereinzelt auf; Schwangeren wird dennoch zu besonderer Vorsicht geraten. Bester Schutz ist die Vermeidung von Stichen durch dichte, helle, langärmelige Kleidung, Moskitonetze und Repellentien mit DEET oder Icaridin.

Malaria

Das Malariarisiko ist in Paraguay heute sehr gering; das Land gilt als weitgehend malariafrei, eine Prophylaxe ist für touristische Reisen in der Regel nicht erforderlich. Wichtiger ist der konsequente Schutz vor den tagaktiven Mücken (Dengue).

Sonnenschutz

Vor allem im Südsommer (etwa November bis März) sind UV-Strahlung und Hitze sehr hoch. Verwenden Sie Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, tragen Sie Kopfbedeckung und Sonnenbrille und meiden Sie die direkte Sonne zwischen 11 und 15 Uhr.

Trinkwasser & Ernährung

Leitungswasser sollten Reisende meiden – gefiltertes oder abgefülltes Wasser ist die sichere Wahl. 
Achten Sie generell auf hygienisch zubereitetes Essen, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen.

Medizinische Versorgung & Reiseapotheke

Im Krankheitsfall empfehlen sich private Kliniken und Krankenhäuser („Sanatorios"), die in den großen Städten modernen Standard, kurze Wartezeiten und qualifiziertes Personal bieten; öffentliche Einrichtungen sind für Reisende meist nur zweite Wahl. Viele Hotels halten Arztadressen bereit, über die Konsulate lassen sich deutsch- oder englischsprachige Mediziner finden. Apotheken (Farmacias) sind landesweit gut sortiert und oft bis abends sowie am Wochenende geöffnet. Für die Reiseapotheke genügen Basismedikamente (gegen Durchfall, Schmerzen, zur Wundversorgung) sowie Ihr persönlicher Bedarf; Kontaktlinsenträger nehmen Pflegemittel und Ersatzlinsen am besten von zu Hause mit.

Wichtig: Schließen Sie unbedingt eine Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung ab. Medizinische Leistungen – besonders in den empfohlenen Privatkliniken – müssen in der Regel sofort vor Ort bezahlt werden (bar oder per Kreditkarte); bewahren Sie alle Rechnungen zur späteren Erstattung auf. 
Am besten Sie lassen sich vor Antritt Ihrer Reise reisemedizinisch bei Ihrem Hausarzt oder dem Tropeninstitut beraten. Informationen zu empfohlenen Impfungen finden Sie auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.