Essen und Trinken

Die ecuadorianische Küche – vor Ort comida criolla, comida nacional oder comida típica genannt – vereint indianische, spanische und nordamerikanische Einflüsse. Die Grundnahrungsmittel variieren je nach Region: an der Küste dominiert Reis, im Hochland Kartoffeln und Mais, im Amazonasgebiet Yuca (Maniokwurzel). Auf Ihrer kulinarischen Rundreise durch Ecuador sollten Sie diese Gerichten probieren, um die unglaubliche Geschmacksvielfalt zwischen der Küste, Anden und Amazonas wirklich zu verstehen:

Typische Gerichte

  • Ceviche: Vorspeise aus rohen oder halbroh marinierten Meeresfrüchten mit Zitronen-/Orangensaft, Tomaten und Zwiebeln. Gilt auch als beliebtes „Katerfrühstück".
  • Patacones: Knusprige Kochbananen-Puffer, oft als Beilage oder Snack gereicht
  • Bolón de verde: Mit Käse oder Fleisch gefüllte Bananenknödel – typisches Frühstücksgericht
  • Fanesca: Festliche Getreidesuppe mit Hülsenfrüchten und verschiedenen Einlagen; hauptsächlich in der Osterwoche in Quito serviert
  • Sancocho: Kräftige Suppe aus Rind- oder Schweinefleisch, Yuca, Kochbananen und Erbsen
  • Cuy: Gegrilltes Meerschweinchen – eine Delikatesse im Andenhochland mit langer Tradition
  • Sopa / Caldo: Suppen sind in Ecuador sehr beliebt und vielfältig – fast jede Region hat ihre eigene Spezialität

Das Frühstück (desayuno) fällt in Ecuador eher bescheiden aus – meist gibt es Kaffee, Saft, Brötchen mit Margarine und Marmelade, dazu Käse und Ei. Wer es typisch ecuadorianisch mag, bestellt ein desayuno criollo: dazu gehören dann auch bolón de verde, humita (ein Maiskörbchen) oder eine empanada. 
Die eigentliche Hauptmahlzeit des Tages ist das Mittagessen (almuerzo). In den meisten Restaurants gibt es ein zwei- bis dreigängiges Menü bestehend aus Suppe und Hauptgericht, dazu Saft oder eine colada – ein Mixgetränk aus Haferflocken und Maismehl.
Beim Abendessen unterscheiden Ecuadorianer zwischen cena für ein einfaches Abendessen und merienda für ein mehrgängiges Dinner.
Zu vielen Gerichten wird Ají gereicht – eine würzige Chilisauce, die nach Überzeugung der Einheimischen auch eine reinigende Wirkung auf den Magen haben soll.

Getränke

Alkoholfrei

  • Flaschenwasser (agua mineral con gas oder sin gas) ist überall erhältlich und die einzig sichere Wahl – kein Leitungswasser trinken!
  • Frisch gepresste Säfte (jugos) – als jugo con agua (mit Wasser) oder batido (mit Milch). Von Straßenständen eher meiden, da nicht immer sauberes Wasser verwendet wird.
  • Pipas Heladas: eisgekühlte Kokosnüsse, die direkt mit Strohhalm serviert werden – erfrischend und sicher.
  • Kaffee wird vielerorts als Instantkaffee serviert; im Süden oft als starker Kaffeesud (essencia de café) in heißes Wasser oder Milch eingeschenkt. In Städten sind Espressomaschinen zunehmend verbreitet.

Wichtig: Trinken Sie in Peru kein Leitungswasser! Abgefülltes Mineralwasser (agua mineral) – mit (con gas) oder ohne Kohlensäure (sin gas) – ist überall preiswert erhältlich und die sichere Wahl.

Alkoholisch

  • Cerveza: Ecuador hat mehrere einheimische Biermarken; in manchen Lokalen auch selbst gebrautes cerveza artesanal.
  • Canelazo: Warmer, würziger Zuckerrohrschnaps mit Naranjillasaft – typisch für kühle Abende im Hochland.
  • Chicha: Traditionelles, dickflüssiges Getränk aus fermentiertem Mais, Maniok, Bananen oder Chonta-Palme aus dem Amazonasgebiet.