Sonstige Informationen für die Antarktis
Geld und Bezahlung an Bord
An Bord wird bargeldlos abgerechnet: Alle Ausgaben laufen über ein Bordkonto, das Sie am Ende der Reise per Kreditkarte begleichen. Visa und Mastercard werden überall akzeptiert, American Express nur teilweise. Die Bordwährung ist in der Regel der US-Dollar, bei einigen europäischen Reedereien der Euro.
Da während der Antarktis-Etappe keine Geldautomaten existieren, klären Sie das Kartenthema vor der Reise: Auslandseinsatz freigeschaltet, Limit ausreichend hoch, eine Zweitkarte als Reserve. Etwas Bargeld ist sinnvoll für die Tage in Ushuaia, Buenos Aires oder Punta Arenas sowie für Souvenirs am Postamt von Port Lockroy.
In Argentinien ist die Landeswährung der Argentinische Peso (ARS), in Chile der Chilenische Peso (CLP). Wechseln Sie in Argentinien möglichst nur bei offiziellen Wechselstuben und Banken.
Trinkgeld
Auf Expeditionsschiffen ist ein Trinkgeld für Crew und Expeditionsteam üblich, aber freiwillig. Als Orientierung nennen die meisten Reedereien 10 bis 15 US-Dollar pro Person und Tag, die am Reiseende über das Bordkonto abgerechnet und im Team aufgeteilt werden. Einige Veranstalter – besonders im Luxussegment – haben Trinkgelder bereits im Reisepreis inkludiert. Wir informieren Sie über die Regelung Ihres Schiffes.
Elektrizität und Steckdosen
Die meisten Expeditionsschiffe sind mit 220–230 Volt ausgestattet, üblich sind europäische Schuko-Steckdosen sowie teils zusätzlich US-Stecker (110 V). Ein Universal-Reiseadapter ist trotzdem zu empfehlen, da die Ausstattung je nach Schiff variiert – und für die Hotelnächte in Südamerika sowieso: In Argentinien ist Typ I (Australien-Stil) verbreitet, in Chile Typ C und L.
Nehmen Sie eine Mehrfachsteckdose oder einen USB-Mehrfachlader mit. Kabinen haben oft nur zwei Steckdosen, und Kamera, Handy, Powerbank und Fernglas-Zubehör wollen alle gleichzeitig laden.
Internet und Telefon
Mobilfunknetz gibt es in der Antarktis nicht. Nahezu alle Schiffe bieten inzwischen Satelliten-WLAN, teils inklusive, teils gegen Gebühr. Die Qualität hat sich mit modernen Satellitensystemen deutlich verbessert, bleibt aber schwankend: E-Mails und Messenger funktionieren meist, Videotelefonie und Streaming oft nicht. In engen Buchten und bei ungünstiger Satellitenposition kann die Verbindung stundenlang ausfallen.
Sagen Sie Ihren Angehörigen vorab, dass Funkstille normal ist. Viele Gäste beschreiben genau diese Entkopplung im Rückblick als einen der wertvollsten Teile der Reise.
Verpflegung an Bord
Antarktis-Expeditionsreisen sind Vollpensionsreisen: Frühstück, Mittag- und Abendessen sind stets enthalten, dazu Kaffee, Tee und Snacks rund um die Uhr. Nach kalten Zodiac-Fahrten wartet in der Regel heiße Schokolade oder Bouillon.
Alkoholische Getränke sind je nach Reederei inklusive oder werden separat abgerechnet – zunehmend gehören Hauswein und Bier zu den Mahlzeiten dazu. Vegetarische, vegane und allergiebedingte Sonderkost ist an Bord Standard, muss aber bei der Buchung angemeldet werden: Nachbestellen ist auf einem Schiff ohne Zwischenhafen nicht möglich.
Sprache an Bord
Die Bordsprache ist auf den meisten internationalen Expeditionsschiffen Englisch – Vorträge, Briefings und Durchsagen inklusive. Ein Teil der Schiffe fährt mit deutschsprachiger Reiseleitung oder deutscher Simultanübersetzung der Vorträge. Wenn Ihnen das wichtig ist, sagen Sie es uns bei der Anfrage: Wir kennen die Schiffe und wählen entsprechend aus.
Zeitzone
Weil die Antarktis alle Längengrade umfasst, gibt es keine eigene Zeitzone – die Schiffe behalten in der Regel die Zeit ihres Abfahrtshafens bei. Für Ushuaia und Buenos Aires gilt UTC−3, für Punta Arenas und Santiago de Chile UTC−3 im Südsommer. Gegenüber Deutschland sind das in unserem Winter also vier bis fünf Stunden Zeitunterschied. Ihr Körper wird die größere Umstellung ohnehin beim Tageslicht erleben: Im Dezember wird es in der Antarktis kaum richtig dunkel.
Souvenirs und Post
Es gibt tatsächlich eine Postadresse: Das historische Port Lockroy auf Goudier Island betreibt das südlichste Postamt der Welt samt Museum und Shop. Postkarten von dort brauchen mehrere Wochen bis Monate nach Europa – und kommen fast immer an. Bezahlt wird in US-Dollar, Pfund Sterling oder Euro sowie per Kreditkarte. Ein Landgang dort ist wetterabhängig und nicht garantiert.