Feiertage und Weltkulturerbe in Kolumbien

Mit rund 18 gesetzlichen Feiertagen hat Kolumbien eine der höchsten Zahlen weltweit. Viele davon werden per Gesetz („Ley Emiliani") auf den folgenden Montag verschoben, um ein langes Wochenende – einen sogenannten puente – zu schaffen. Die wichtigsten sind:

  • 1. Januar – Neujahr
  • 6. Januar – Heilige Drei Könige
  • 19. März – Josefstag
  • März/April – Gründonnerstag & Karfreitag
  • 1. Mai – Tag der Arbeit
  • 20. Juli – Unabhängigkeitstag (Nationalfeiertag)
  • 7. August – Schlacht von Boyacá
  • 15. August – Mariä Himmelfahrt
  • 12. Oktober – Tag der Rasse (Kolumbus-Tag)
  • 1. November – Allerheiligen
  • 11. November – Unabhängigkeit von Cartagena
  • 8. Dezember – Mariä Empfängnis
  • 25. Dezember – Weihnachten

Hinzu kommen die beweglichen kirchlichen Feiertage Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Herz Jesu und Peter & Paul.

Kolumbien blickt auf eine reiche indigene, koloniale und afrokaribische Geschichte zurück – und feiert diese Vielfalt mit außergewöhnlich vielen Festen. Kaum ein Land Südamerikas verbindet Weltkultur, lebendige Traditionen und pure Feierfreude so eindrücklich. Zu den Höhepunkten zählen der Karneval von Barranquilla (Februar/März), einer der größten Karnevale der Welt, die farbenfrohe Blumenmesse (Feria de las Flores) in Medellín (August), die ausgelassene Feria de Cali (Dezember) sowie die eindrucksvollen, feierlichen Semana-Santa-Prozessionen in Popayán und Mompox.

Unser Tipp: An Feiertagen und den langen „puente"-Wochenenden sind beliebte Reiseziele oft gut besucht und Unterkünfte gefragt – frühzeitig planen lohnt sich. Wer die Semana Santa oder einen der großen Karnevale miterlebt, sieht Kolumbien von seiner lebendigsten Seite.

UNESCO-Welterbe
Wer eine Kolumbien-Reise plant, kann sich auf insgesamt sieben von der UNESCO anerkannte Welterbestätten freuen.

  • Cartagena (1984) – Hafen, Festungsanlagen und Baudenkmäler der Altstadt zählen zu den besterhaltenen Kolonialensembles Lateinamerikas.
  • Nationalpark Los Katíos (1994) – ein artenreiches Feuchtgebiet an der Grenze zu Panama, wegen seiner Bedeutung besonders geschützt.
  • Archäologischer Park San Agustín (1995) – die größte Ansammlung präkolumbischer Megalithskulpturen des Kontinents.
  • Archäologischer Park Tierradentro (1995) – beeindruckende unterirdische Grabkammern indigener Kulturen.
  • Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox (1995) – eine wie in der Zeit eingefrorene Kolonialstadt am Río Magdalena.
  • Insel und Naturreservat Malpelo (2006) – ein weltbekanntes Tauchparadies im Pazifik.
  • Kaffee-Kulturlandschaft (2011) – die traditionellen Anbaugebiete in den Kordilleren (Caldas, Quindío, Risaralda), Herz des berühmten „Café de Colombia"
     

Hinzu kommen von der UNESCO ausgezeichnete immaterielle Kulturerbe-Traditionen, darunter der weltberühmte Karneval von Barranquilla, der Carnaval de Negros y Blancos in Pasto, die Semana-Santa-Prozessionen von Popayán und der Kulturraum von Palenque de San Basilio, dem ersten von Sklaven befreiten Ort Amerikas.